Gespräch mit Staatssekretär Markus Sackmann
Nach den Neuwahlen (siehe Bericht oben) und den Berichten zur aktuellen Schulpolitik durch den Landesvorsitzenden Roland Schneidt konnte der Bezirksverband den Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Markus Sackmann begrüßen. Dieser war der Einladung des ehemaligen Bezirksvorsitzenden IR Heinrich Hausknecht gefolgt.
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Sackmann gab einen kurzen Abriss über seinen Werdegang und berichtete von einer Einladung der IHK Oberpfalz/Niederbayern, der er an diesem Tag gefolgt war. Dabei sei die Realschule sehr positiv herausgestellt worden. Die Leistungen der Realschullehrer fänden große Anerkennung bei der bayerischen Staatsregierung, vor allem in der Umstellungsphase auf die R6 hätten sie Großes geleistet. Dies sei nicht vergessen worden. Die Forderungen des Verbandes nach dem Titel Realschuldirektor (RSD) unterstütze er uneingeschränkt (zumal sie nichts kosten würde). Bei der Frage nach Planstellen für Sekretärinnen bzw. der Besetzung bereits vorhandener Stellen bat er um Geduld. Im Nachtragshaushalt (also 2007/2008) sei eine Stellenmehrung nicht üblich und würde (wahrscheinlich) auch nicht genehmigt werden. Der Schwerpunkt liege auf mehr Planstellen für Lehrer. Für den Doppelhaushalt 2009/2010 forderte er die Verbandsspitze auf, rechtzeitig mit den zuständigen Stellen Kontakt aufzunehmen, am besten schon im Frühjahr 2008.
Ein Herzensanliegen ist Sackmann der ländliche Raum. Er dürfe gegenüber den Großstädten nicht benachteiligt werden. Die IHK habe heuer 11% mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt, 12000 Jugendliche seien noch in Ausbildungsmaßnahmen geparkt. Der Fachkräftemangel sei aber trotzdem noch sehr groß.
Die anwesenden Schulleiter und Konrektoren baten Sackmann eindringlich, sich gegen die Freigabe des Elternwillens beim Übertritt an weiterOberpfalzführende Schulen einzusetzen. Dies sagte Sackmann zu und betonte, dass das Thema Regionalschule (oder ähnliche Schulmodelle) im Kabinett kein Thema seien. Er regte an, die Realschule solle ihre Darstellung in der Öffentlichkeit intensivieren. Er selbst habe gute Erfahrungen mit ehemaligen Realschülern gemacht, die häufig eine hervorragende Ausbildung genossen haben und an oberen Stellen der Wirtschaft säßen. Die Anwesenden spannen den Faden weiter und regten an, dass zu den Informationsveranstaltungen zum Übertritt an weiterführende Schulen auch Kollegen der FOS/BOS eingeladen werden sollten. Dies unterstütze die Forderung von Kultusminister Schneider, der ja „keinen Abschluss ohne Anschluss“ als Motto ausgegeben habe. Den Eltern könnte dann dieser Ausbildungsgang bereits hier als Alternative zum Gymnasium vorgestellt werden.
Ludwig Meier, der Ministerialbeauftragte für die Realschulen in der Oberpfalz, erläuterte die Selbstevaluation mit Fremdbegleitung der Realschulen in der Oberpfalz und bat Sackmann, ein besonderes Augenmerk darauf zu haben und das Modell positiv zu würdigen. Während fast alle anderen Schulen, die extern evaluiert wurden, noch in der Umsetzung dieser Maßnahme seien, hätten alle Oberpfälzer Realschulen diese bereits abgeschlossen und arbeiteten schon mit ausgezeichnetem Erfolg an den Zielvereinbarungen mit den damit verbundenen Maßnahmen.
Zum Schluss des Erfahrungsaustausches sagte Sackmann, die FOS13 werde flächendeckend eingeführt, wenn genug Schüler zur Verfügung ständen. Er stellte auch die Pläne für den Zugang von Personen an die FH vor, die einen Meistertitel erworben hätten.
IR Heinrich Hausknecht bedankte sich im Namen aller Anwesenden sehr herzlich bei Staatssekretär Sackmann für seinen Einsatz für die Realschule und wünschte weiterhin viel Erfolg!
Klaus Biersack, Schriftführer



