Am 17. 11.2011 fand in Obertraubling die Bezirksversammlung der Oberpfalz statt.
Die Vorsitzende Monika Müller-Sperl konnte den Ministerialbeauftragten Ludwig Meier und 17 Realschuldirektorinnen und -direktoren bzw. -konrektoren begrüßen.
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Nach einem Gedenken an den verstorbenen Landesvorsitzenden Rupert Ernhofer begann die Sitzung mit einem wichtigen Thema. Zur Diskussion über die Bildungspolitik der SPD war die SPD Abgeordnete im Stimmkreis Regensburg Margit Wild eingeladen.
Hier einige interessante Punkte aus dem Gespräch mit Frau Wild:
- Die Gemeinschaftsschule wird als zusätzliches Angebot zu den bestehenden Schularten gesehen und soll diese nicht ersetzen sondern nur dort, wo es gewünscht wird, ergänzen.
- Gewünscht werden kann diese Schule von Eltern, Bürgermeistern, Gemeinderäten und dem Sachaufwandsträger, (möglichst von allen) gemeinsam.
- In den Ballungsgebieten, in Städten und Gemeinden, in denen die bestehenden Schularten gut funktionieren, sollen die alten Schularten bleiben. Die neue Schulart soll nur dort eingeführt werden, wo Bedarf ist. Angeführt wurden dabei Wenzenbach, Denkendorf und Kipfenberg, wo auch CSU-Bürgermeister großes Interesse an diesem Modell gezeigt hätten.
- Die SPD hat sich Hilfe von Experten geholt, und zwar bei der Bodenseeschule Friedrichshafen, die nach dem Marchtaler Plan arbeitet, einer Werkrealschule.
- Auch die CSU hat gemerkt, dass den Schulen geholfen werden muss: kleinere Klassen, jahrgangsübergreifende Klassen, engere Kooperation Hauptschule/Realschule
- Für eine Gemeinschaftsschule ist eine Mindestgröße von 150-200 Schülern geplant, denn alle Abschlüsse sollen dort möglich sein. Die Abschlüsse sollen so gut sein, dass die Oberstufe eines Gymnasiums darüber gebaut werden kann, wenn nicht am gleichen Ort so doch an nächstgelegenen Gymnasium.
- In 4 Gesprächskreisen soll die Thematik Gemeinschaftsschule -mit ausgearbeiteten Plänen - vorgestellt werden. Fester Termin in der südlichen Oberpfalz: 19. April in Burglengenfeld (und in der nördlichen Oberpfalz im März )
- Frau Wild betont ausdrücklich, dass die Gemeinschaftsschule ein alternatives Angebot für eine Schulart ist.
- Viele Hauptschulen werden schließen müssen, Mittelschulen kann man zentrieren, aber es werden nur große Mittelschulen überleben.
- An der Gemeinschaftsschule ordnet ein Lehrerteam (2-3 Lehrer) den Schülern Levels zu. Die Entscheidung dieser Zuordnung orientiert sich an der Fähigkeit des Schülers, nicht an der Jahrgangsstufe. Die Levels müssen aber so gut sein, dass eine Oberstufe am Ende der Schule aufgesetzt werden kann.
- Die Modellschulen funktionieren normalerweise nur deshalb so gut, weil für sie besondere Voraussetzungen gelten (mehr Geld, mehr Lehrer). Das Modell soll so gestaltet werden, dass es auch auf die Fläche übertragbar ist.
- Die Lehrer müssen besser ausgebildet werden, damit sie auch mit auffälligen und schwierigen Schülern gut umgehen können. Die Lehrer sollen eigenverantwortlich reagieren und sich fortbilden, z. B. auch über die Inklusion.
- Für die Umsetzung nötig sind ein 2-Personen(Lehrer)-Modell in jeder Klasse und kleinere Klassen.
- großer Vorteil der Gemeinschaftsschule (auf ausdrückliches Nachfragen!): individuelle Einschätzung der Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes, eigener Lehr- und Lernplan für jeden Schüler, zusätzlich ist eine wohnortnahe Beschulung möglich.
- Das Modell wird teurer, keiner darf aber verloren gehen, die demografische Lehrerreserve soll voll den Schülern zu gute kommen, das Geld muss umgeschichtet werden
Die anschließend durchgeführten Neuwahlen ergaben folgendes Ergebnis:
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1. Vorsitzende: Monika Müller-Sperl, RSDin, Staatliche Realschule Obertraubling 2. Vorsitzende: Markus Hartl, RSD, Staatliche Realschule Vohenstrauß Schriftführer: Stefan Neumeier, RSK, Staatliche Realschule Roding |
Nach der Wahl berichtete Ingrid Meggl über Neuigkeiten aus dem Landesverband.
Monika Müller-Sperl





