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Oberfranken

Bezirksvorsitzender Peter Muth

Kontakt: peter.muth@vbr-ev.de

Memmelsdorfer Gespräch über die Bildungssituation in Oberfranken unter Beteiligung der vbr  

Vor kurzem trafen sich die Landtagsabgeordneten Eduard Nöth (CSU) und Heinrich Rudrof (CSU) mit dem Ministerialbeauftragen für Oberfrankens Realschulen Manfred Egner und dem Bezirksvorsitzenden der Vereinigung Bayerischer Realschuldirektoren e.V. (vbr) Peter Muth. Der bayerische Realschullehrerverband brlv (Bezirksvorsitzender Robert Kolb und seiner Stellvertreterin Sonja Windek) hatten zu dieser Gesprächsrunde nach Memmelsdorf geladen, bei der auch der Landesvorsitzende des brlv, Anton Huber aus Niederbayern angereist war.
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 Bild von links nach rechts: Herr Robert Kolb (brlv), Herr Manfred Egner (MB Oberfranken),
Herr Anton Huber (brlv),
Herr Eduard Nöth (CSU), Frau Sonja Windek (brlv),
Herr Heinrich Rudrof (CSU) und Herr Peter Muth (vbr).

Oberfrankens Realschulen gesund und effektiv 

Nach der Begrüßung durch den Bezirksvorsitzenden Kolb waren es vor allem Huber (brlv) und Nöth, die über einige Kernpunkte der Dienstrechtsreform diskutierten. Ziel bei dieser Reform muss es sein, durch eine mittlere Führungsebene laut Modus F den Schulen eine noch handlungsfähigere Realschule vor Ort zu bekommen. Dies solle aber auch mit einem zweiten Beförderungsamt in dieser Schulart honoriert werden. Darüber hinaus ist es enorm wichtig, dass keine Gruppe, wie zum Beispiel die Fachbetreuer, die Seminarrektoren, Schulpsychologen oder Beratungslehrer vergessen werden.  

Anerkennung des Lehrberufs ebenso hoher Stellenwert

Laut Herrn Nöth (CSU) ist neben den Berechtigten Forderungen das Ansehen des Lehrers ein weiterer Kernpunkt, der durch aussagekräftige Berufsbezeichnungen in der neuen Dienstrechtsreform seinen Niederschlag finden sollte. In den nächsten Jahren haben Bayerns Realschulen laut Huber (brlv) eine Vervierfachung der Anzahl an Referendaren zu bewältigen. Hier muss schnell  reagiert werden, und auch im Hinblick auf die Verwaltungsfachangestellten gehandelt werde. Herr Egner, Oberfrankens Ministerialbeauftragter stellte den bedarfsgerechten Einstieg in die Ganztagsbetreuung heraus, der jederzeit funktionieren müsse und mit entsprechenden Mitteln gefördert werden müsse.

Gerechtes und verständliches Übertrittsverfahren

Für Oberfrankens Eltern dürften im besonderen Maß die Überlegungen zum Übertrittsverfahren interessant sein. „Wichtig ist ein gerechtes einheitliches  und durchschaubares Verfahren“, so Rudrof (CSU). Orientierungsarbeiten in der Grundschule als landesweiter Standart solle hierbei die Grundschullehrer entlasten. Zudem sind die Beratungsgespräche spätestens ab der dritten Jahrgangsstufe bereits eingeführt. Eine Aufnahmeprüfung an der weiterführenden Schule garantiert die Qualitätssicherung, wobei aber ein Drittel der Gesamtentscheidung bei der bisherigen Grundschule bleiben sollte. Herr Muth (vbr) wies im Weiteren auf die Ende 2010 auslaufende Regelung der Altersteilzeit hin. Nöth sicherte zu, dass hier zwar eine Abkopplung von Bund nicht möglich sei, die bisherige Regelung Altersteilzeit weiterhin nutzen zu können, allerdings mit einem Abschlag von 50%, nicht hinnehmbar sei.

Jugendarbeitslosigkeit in Bayern bei 2,9%, im Pisa-Siegerland Finnland bei 15%

Gegen Ende wies Nöth noch auf die letzte Regierungserklärung des Kultusministers Siegfried Schneider (CSU) hin, die ein klarer Beweis für die Effektivität und den großen Erfolg des Bayerischen Schulsystems ist. Hierzulande ist die Jugendarbeitslosigkeit der Menschen in Alter zwischen 17 und 25 gerade bei 2,9 %. Das bei den Pisa-Studien als Siegerland gelobte Finnland habe einen erschreckenden Anteil von 15% in diesem Bereich der Arbeitslosigkeit. „Entscheidens ist doch, dass wir unsere Kinder in Brot und Arbeit gekommen“, so Nöth.
Die Gesprächsrunde zog ein positives Resümee und Robert Kolb (brlv) wünschte den Abgeordneten und dem Landesvorsitzenden Huber (brlv) gutes Gelingen bei den künftigen Aufgaben.