Neue Bezirksvorsitzende ist Maria Warsitz-Müller, ihre Stellvertreterin ist Anna Maria Müller
Neue stellvertretende Vorsitzende ist ab dem gleichen Zeitpunkt Frau Realschulrektorin i. K. Anna Maria Müller, Schulleiterin an der Mädchenrealschule St. Anna der Schulstiftung der Diözese Regensburg in Riedenburg. Damit sind sowohl die staatlichen als auch die kirchlichen Schulen in bewährter Weise ausgewogen im Bezirksvorsitz der Vereinigung der Bayerischen Realschuldirektoren vertreten. Ich gratuliere Frau Warsitz-Müller und Frau Müller als scheidende Bezirks-vorsitzende im Namen aller niederbayerischen Mitglieder sehr herzlich zu ihrer Wahl und wünsche ihnen viel Erfolg, Elan und Freude bei ihrer Tätigkeit.
Im Anschluss an die Wahl berichtete Herr Realschulrektor Jürgen Böhm, Schulleiter der Staatlichen Realschule Arnstorf zunächst über aktuelle Themen aus seiner Arbeit als neuer Bundesvorsitzender der VDR und wies in diesem Zusammenhang besonders auf die große Bedeutung eines engen Zusammenschlusses der verschiedenen Realschulverbände im Ringen um die gemeinsame Sache angesichts der gegenwärtig durchaus kritischen bildungspolitischen Situation hin. Außerdem richtete er die Bitte an die Anwesenden, sich auch in der Öffentlichkeit für die bayerische Realschule stark zu machen. Nach einigen einführenden Worten und Daten zur Entstehung der Arnstorfer Realschule, die im Schuljahr 2004/2005 zunächst mit 2 Klassen als Außenstelle der Staatlichen Realschule Pfarrkirchen ihren Betrieb aufnahm und mittlerweile auf 24 Klassen angewachsen ist, referierte Herr Böhm über folgende Themenbereiche und Schwerpunkte an seiner Schule:
- Die Offene Ganztagesschule besteht seit 2005, in der aktuell 472 Schüler, darunter auch 25 Hauptschüler betreut werden. Neben einer qualifizierten Hausaufgabenbetreuung in Jahrgangsgruppen, der breiten Förderung der musischen und sportlichen Ausbildung, einer umfassenden Prüfungsvorbereitung und einem preiswerten Speisenangebot in der angegliederten Mensa bietet sie für die Schüler auch eine Frühbetreuung mit Frühstück ab 7 Uhr an. Der Sachaufwandsträger beschäftigt eine eigene Erzieherin zur Koordination der Angebote.
- Die Maßnahmen im MINT-Bereich werden durch die guten strukturellen Voraussetzungen an der Schule mit Vernetzung und entsprechender IT-Ausstattung aller Räume besonders gefördert. Neben den PC-Räumen stehen der Schule u. a. zwei sogenannte „Klassenzimmer der Zukunft“ mit je ca. 30 flexibel nutzbaren Computerarbeitsplätzen für den Unterricht in den verschiedenen Fächern zur Verfügung. Außerdem wurde eine E-Learning-Umgebung mit 200 Angeboten geschaffen und in der 7. Jahrgangsstufe ein Pilotversuch Laptopklasse gestartet. IT-Kompetenzen werden auch über die naturwissenschaftlichen Fächer hinaus im sprachlichen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich angewendet und passgenaue Fortbildungskonzepte erarbeitet.
- Die Kooperation mit der im gleichen Haus untergebrachten Hauptschule besteht seit der „ersten Stunde“ und mündete 2008/2009 in einen Kooperationsvertrag, der zunächst eine enge Absprache bei der Organisation der äußeren Rahmenbedingungen wie Aufsichten, Früh- und Mittagsbetreuung, Mensabetrieb etc. vorsieht. Darüber hinaus gibt es ein Angebot von gemeinsamen Förder- und Stützkursen in Deutsch, Mathematik und Englisch in Jahrgangsstufe 5 für „schwache“ Realschüler und „starke“ Hauptschüler und einjährigen Quali-Trainingskursen für gemischte Schülergruppen sowie die gemeinsame Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, die das gesamte Schulzentrum betreffen, wie z. B. Lesungen oder Vorträge für Eltern, etwa zum Thema Gefahren des Internet. Weitere Maßnahmen sind noch in Planung.
- Darüber hinaus legte Herr Böhm die Umsetzung des Konzepts der mittleren Führungsebene im Rahmen von Modus F sehr anschaulich anhand einer Strukturskizze zur Verteilung der Führungsverantwortung an der Realschule Arnstorf dar.
In der sich anschließenden kurzen Diskussion wurden einige der erwähnten Punkte noch vertieft. Die Versammlung schloss mit einer Besichtigung des Unterrichtsraumes der Laptopklasse und eines „Klassenzimmers der Zukunft“ und dem ausdrücklichen Dank an Herrn Böhm für seine sehr interessanten und detaillierten Ausführungen zu den oben genannten Themen.
Ich möchte an dieser Stelle allen Mitgliedern der VBR im Bezirk Niederbayern für ihr stets wohlwollendes Interesse und vor allem den Mitgliedern des engeren Landesvorstands unter der Leitung von Roland Schneidt für die tatkräftige und immer menschlich sehr angenehme Unterstützung in allen Belangen sehr herzlich danken und wünsche den beiden Damen, die den Bezirksvorsitz ab August übernehmen, gute Kontakte und eine erfolgreiche Arbeit.
Ingrid Meggl
Bezirksvorsitzende der VBR Niederbayern


